Golf: Die geheimnisvollen Kölner veröffentlichen ihre Debüt-EP

(MMB-intern) – Eventuell eine der besten deutschen Band seit sehr langer Zeit. Gitarre, Gesang, Bass, Schlagzeug, Elektronik. Wie lässig, wie smart, wie tanzbar das abgeht. Erstaunlich souverän für eine Band, die erst seit Sommer 2014 besteht. Doch es ist schon viel passiert seitdem: Showcase-Gigs für große Plattenfirmen, gefeierte Konzerte beim c/o pop-Festival und der Berlin Music Week, oder auch Studioaufnahmen mit Thomas Hessler von der Band Fotos.

Die Legende besagt überdies, der bekannte DJ und Ex-Spex-Redakteur Tobias Thomas habe die Jungs „aus Essen rausgetragen“. Der ewige Dank von Köln sei ihm gewiss, schließlich befindet sich dort nun das Hauptquartier der Band mit dem irritierend simplen und äußerst geschmeidigen Namen.

Trotz aller juvenilen Power klingt Golf auch nach einer alten Seele. Die Referenzen, die der Band dabei gern mal im Kopf rumgehen, unterstreichen das: Palais Schaumburg, Grauzone, Whitest Boy Alive, Michael Jackson zum Beispiel.

Gesungen wird deutsch. Doch statt Bekenntniseifer bieten die Texte Mehrdeutigkeiten. Willkommen in Assoziationsräumen statt im schrecklich unsubtilen Ansagenknast. Was hat die Zeile „Tanz, als ob du nichts wert bist“ zu bedeuten, welches Grün ist mit „Dein Grün“ eigentlich gemeint?

Golf werden es einem nicht sagen. Doch diese Musik macht Bock, es für sich selbst herauszufinden.


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