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Stoppt die GEMA-Reform 2012 – Demonstration am 06.09.12 in Leipzig

(MMB-intern) – Seit mehreren Monaten wird landauf, landab über ein zeitgemäßes Urheberrecht, eines das dem digitalen Zeitalter entspricht, diskutiert. Mitten in diese Debatte stieß die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) mit einem Vorschlag für die Veränderung der Tarife für Musikveranstaltungen.

Das Vorhaben der Verwertungsgesellschaft erregt inzwischen die Gemüter nicht nur von betroffenen Clubs und VeranstalterInnen, sondern sorgt auch unter Kulturschaffenden, bei NetzaktivistInnen, in der Politik oder bei Wirtschaftsverbänden für Diskussionen und Protest. Wieder aufgegriffen wurde eine Initiative zur Gründung einer neuen Verwertungsgesellschaft – C3S – die UrheberInnen, die mit freien oder Creative-Commons-Lizenzen arbeiten, eine Alternative zur Gema anbieten will.

Die GEMA ist die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA). Als staatlich anerkannte Treuhänderin verwaltet sie die Rechte von über 64.000 Mitgliedern, aufgrund von Wahrnehmungsverträgen mit ausländischen Verwertungsgesellschaften zusätzlich von etwa zwei Millionen Berechtigten im Ausland. Die GEMA sorgt dafür, „dass das geistige Eigentum von Musikschaffenden geschützt und sie für die Nutzung ihrer Werke angemessen entlohnt werden.“

Leider gibt es aber sowohl bei der Erhebung der Gebühren als auch bei der Verteilung der Einnahmen an die UrheberInnen mehrere Haken. Zu den klaren VerliererInnen zählt dabei die elektronische Musikszene. Ausgerechnet hier wird die kräftige Erhöhung der Lizenzgebühren ab 2013 am deutlichsten zu spüren sein. Einige Clubs fürchten eine existenzbedrohende Mehrbelastung.

Auch wir – ein Aktionsbündnis aus VertreterInnen der Clubs, von VeranstalterInnen, DJs, KünstlerInnen und Interessierten – wollen uns daher am bundesweiten Aktionstag gegen die GEMA-Tariferhöhung beteiligen. Mit einer Demonstration wollen wir darauf hinweisen, welche Auswirkungen diese Reform für die hiesige, vielfältige Kulturlandschaft haben wird. Gleichzeitig wollen wir auch Raum für eine grundsätzliche Diskussion um die Monopolstellung der GEMA und ihre intransparente und ungerechte Arbeitsweise und Verteilung sowie für die Debatte um ein zeitgemäßes Urheberrecht bieten.

Kommt zahlreich zur Demonstration – Donnerstag, 06.09.2012, 17:00 Uhr ab Connewitzer Kreuz

Der Bundesweite Aktionstag wurde auf einem Koordinationstreffen in Dortmund beschlossen, an dem verschiedene Initiativen und Verbände aus ganz Deutschland teilnahmen. Unter anderem ist der Verein „ClubCommission“ und das Aktionsbündnis „Kultur-Retten.de“, die auch die Online Petition ins Leben gerufen haben (https://www.openpetition.de/petition/online/gegen-die-tarifreform-2013-gema-verliert-augenmass ) an dem Bundesweiten Aktionstag beteiligt.

Forderungskonzept (PDF)

Alexander Gaube
Head of Project Management


Post Author: MMagazin

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