Lena Tournee-Auftakt – ein Reinfall?


Oh, oh! Wenn man heute so einige Berichte über das Konzert von Lena in Berlin liest, kann einem schon schlecht werden. Allen voran der Bericht im Stern.
Unter der Überschrift “Ein Schulfest für die ganze Familie” wird nicht mit (objektiver) Kritik gespart, aber auch die kleinen, wenigen Höhepunkte werden erwähnt, z.B. die Zugabe, bei der dann endlich wohl der Abstand zwischen Publikum und Bühne gefallen sein soll.
Schon im letzten Jahr hatten sich viele gewundert, das die Verantwortlichen um Lena herum für ihre Tournee in diesem Jahr die größten Hallen Deutschlands gebucht hatten. Und nun passierte genau das, was viele vorhergesagt hatten: Nur die Hälfte der 12.000 Plätze in der Berliner 02 Halle waren verkauft. Gleiches soll für die noch kommenden Konzerte in den anderen Städten weitgehend zutreffen. Selbst mit verschenkten Tickets sind die Hallen nicht voll zu bekommen.
Kein Wunder also, das in Berlin keine richtige Stimmung zwischen den Kiddies und Lena aufkommen sollte, wenn alles so leer ist. Lena soll  ihr Programm runtergespult (stern.de) haben, es stand wohl zunächst nicht “die” Lena auf der Bühne, die wir alle so kennen und geliebt haben. Den “paar”  tausend Fans war das aber wohl alles egal, sie waren froh, Lena zu sehen und freuten sich über jeden Song. So die Meinung anderer Medien.
Die richtige Stimmung aber kam trotzdem erst zum Schluß beim Zugabenteil und den Hits Satellite und Taken by a stranger  auf.
Warum solche  Riesenhallen?
Nee, Stefan und Co. haben Lena damit keinen Gefallen getan. Besser wäre es gewesen, kleinere Hallen zu mieten, so daß dann bei einem vollen 5.000 Besucher-Haus gleich das richtige Konzert-Feeling aufkommen kann. Nähe macht das nämlich meistens aus. Und Lena wäre es sicherlich auch leichter gefallen. Immerhin war es das erste Riesenkonzert, das Lena überhaupt gegeben hat. Da soll man nicht nervös sein.
Na, warten wir mal ab, wie sich die nächsten Konzerte entwickeln, warten wir vor allen Dingen ab, wie sich der Eurovision Song Contest entwickelt, warten wir auf die neue, nächste, richtige Lena-CD und dann auf schönere Konzerte, 2012 vielleicht, in kleineren Hallen.
Wir sehen Lena jedenfalls noch nicht am Ende wie manche Boulevard-Online-Magazine.
Nachtrag:
Was hier oben zu lesen ist, war ja ein erster Eindruck von uns, rausgepickt aus den Pressemitteilungen zum ersten Konzert der Tournee.
Fazit nach Beeendigung der Tour ist dann aber doch ein weitgehend positiver Eindruck von Lenas Tournee. Sie kam super an, die Fans waren in der Regel begeistert und auch die Kritiker beruhigten sich wieder. Das Problem der meist nicht ausverkauften Hallen blieb allerdings erhalten. Aber dazu steht unsere Meinung ja hier weiter oben.
Und nun warten wir gespannt auf den ESC 2011…. Und drücken alle Daumen!

www.lena-meyer-landrut.de
CIS / Foto: Universal Music
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Post Author: MMagazin

9 thoughts on “Lena Tournee-Auftakt – ein Reinfall?

    m.b.

    (14. April 2011 - 09:05)

    Was in dem Stern-Artikel steht, ist schlicht die Unwahrheit. Es ist keine subjektive Wertung, kein kritisches Abwägen – es ist gelogen. Ich war gestern auf dem Konzert, Lena hat eine großartige Show geliefert, zugleich professionell und voller Freude und Energie, sie hatte Feuer, das Publikum um mich herum war begeistert. Neben mir saß ein dezidierter Nicht-Fan, der nur wegen seiner Tochter da war. Er war vor dem Konzert sehr skeptisch – hinterher war er restlos begeistert.
    Bitte, macht Euch nicht zum Erfüllungsgehilfen von diesen Versuchen, Lena kaputtzuschreiben. Nicht mal die Tatsache, dass es das ERSTE Konzert ihres Lebens war, und wie unglaublich gut ihre Leistung allein schon deshalb war, findet in diesen bösartigen Berichten Erwähnung.

      musiclive

      (14. April 2011 - 09:16)

      Natürlich kann jemand, der wirklich wie du dabei war, das Konzert besser beurteilen. Den Stern-Bericht empfinde ich aber als objektiv geschrieben. Es werden die negativen Punkte genauso erwähnt wie die positiven Highlights. Und er Artikel endet ja auch wirklich nicht negativ. Ich denke, der Redakteur hat das schon ganz richtig gesehen. Allerdings nicht als Fan, sondern als Journalist. Fans sind selten objektiv. Als bösartig möchte ich den Bericht nicht beschreiben. Da gibt es wirklich schlimmeres im Netz.

    m.b.

    (14. April 2011 - 09:29)

    Meine Wortwahl war vielleicht harsch. Dennoch: Das Einzige, womit der Autor nicht ganz falsch liegt, sind die Anmerkungen zur Hallengröße. Ja, das Konzert war bei weitem nicht ausverkauft. (Nun gut, auch internationale Superstars bekommen ihre Tourneen nicht ausverkauft.) Aber es stimmt schlichtweg nicht, dass Lena ihr Programm abgespult und nervös war, es stimmt schlichtweg nicht, dass vom Publikum bei ihr nichts angekommen ist. Sie war von Anfang wahnsinnig gut aufgelegt und voller Spielfreude, nur ein Blinder konnte das übersehen. Es gab auch keine Kehrtwende zum Guten erst am Ende des Konzerts, allerspätestens mit dem ergreifenden “Mr. Curiosity” (das 5. Stück, glaube ich) hatte sie die Leute gefangen.
    music liveandmore:
    Wie schon gesagt, als Besucher solltest Du einen besseren Gesamteindruck haben. Ich dagegen kann nur den Eindruck des Stern-Reporters widergeben.
    Und unabhängig vom eigentlichen Konzert die Problematik der Hallenwahl kritisieren.
    Und so ein Kommentarbereich ist ja dafür da, eigene oder auch geegenteilige Meinungen darzustellen.
    Also ran mit den Kommentaren und macht mich fertig 😉

    unknown

    (14. April 2011 - 09:55)

    Wieso wird dann überhaubt ein Bericht hier gemacht um über einen anderen Bericht zu Schreiben?
    Selber hingehen, selber über das Erlebte schreiben.

    Tropical

    (14. April 2011 - 12:43)

    Ihr plappert wohl alles nach, was die Springer-Presse schreibt. Das von dort kaum ein gutes Wort kommt, war ja zu erwarten, da Lena mit denen nicht spricht. Der Stern-Artikel ist das Mieseste, was ich über das Konzert gelesen habe. Selbst der Artikel in der B**D ist nicht so mies …

    Tropical

    (14. April 2011 - 12:58)

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