JOON WOLFSBERG veröffentlicht WONDERLAND im Juni 2012 – Interview

Das muß ja gut sein, was uns Joon Wolfsberg da am 1. Juni 2012 in die Verkaufsregale legen will, wenn für die Aufnahmen Gründungschlagzeuger von PEARL JAM (Dave Krusen) und 2 Musiker von den BLIND MELON extra 3200km weit von der West- an die Ostküste der USA geflogen sind, um mit JOON ihr bereits 2tes Album aufzunehmen.

Foto: (C) 2012 COW UNIVERSE MUSIC

Joon Wolfsberg ist weder Soulwunder, treudoofes Balladenmädchen, eine Popqueen oder der heraus gewürgte Rest von Castingshows. Sie schwimmt auch nicht auf Retrowellen gegen den Mainstream an. In Schubladen passt sie nicht. Deswegen trägt Ihr bereits zweites Album “Wonderland”, was jetzt am 21.Mai 2012 in Europa veröffentlicht wird, seinen Titel zu Recht.

Wenn Dave Krusen, (Gründungsschlagzeuger der Band Pearl Jam) gemeinsam mit Christopher Thorn und Brad Smith (beide von der Band: Blind Melon) von der West- an die Ostküste der USA fliegt, nur um mit einer deutschen Musikerin ein neues Album aufzunehmen, dann ist dies ein Zeichen was beachtet werden muss. Denn der US Musikmarkt ist mit talentierten Nachwuchsmusikern überfüllt.

In Los Angeles, der Heimatstadt der 3 Rock-Titanen, findet man in jeder Kneipe genügend musikalische Rohdiamanten. Da muss niemand 3200km fliegen, nur um eine neue Platte aufzunehmen. In 3 monatiger Studioarbeit, wurden 12 Songs aufgenommen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können.


Interview mit Joon Wolfsberg

Du bist eine 20 jährige deutsche Songwriterin und Musikerin, wohnst in Erfurt, wieso singst du deine Songs in englischer Sprache und nicht auf deutsch?

„Es fällt mir viel einfacher englische Songtexte zu schreiben. Warum, kann ich auch nicht genau erklären. Außerdem ist es sehr schön zu wissen, dass englische Texte von viel mehr Menschen verstanden werden, als wenn man nur deutsche Liedtexte singt. Ich habe aber sehr großen Respekt vor allen deutschen Musikern, die sich ausschließlich auf deutsche Liedtexte festgelegt haben.“

Am 1. Juni 2012 erscheint zuerst in Europa dein zweites Album mit dem schönen Namen „WONDERLAND“. Wie kamst du auf den Album-Namen?

„Ich schreibe ja meine Songs zusammen mit meinem Daddy JOE. Und da wir von Anfang an ein sehr abwechslungsreiches Album schreiben wollten, lag es nahe, das Album „WONDERLAND“ zu nennen. Sozusagen ein Versprechen, was wir hoffentlich auch halten können.“

Wo habt ihr euer neues Album aufgenommen?

„Von Januar-April 2012 waren wir in den USA im berühmten TRACKING ROOM STUDIO. Dort nahmen auch schon U2, Whitney Housten oder Aretha Franklin un viele andere ihre Alben auf.“

Warum habt ihr das Album nicht in Deutschland aufgenommen? Andere Bands machen das ja auch?

„Der Hauptgrund war, das unsere 4 Bandmitglieder in den USA leben. Es ist einfacher, wenn wir da hin-fliegen, als wenn die alle nach Europa kommen müssen. Außerdem haben wir sehr viele Freunde und Fans in den USA, so dass wir privates und geschäftliches ganz praktisch miteinander verbinden konnten.“

Welche Musiker spielen auf dem Album mit?

„Schlagzeuger: DAVE KRUSEN (Gründungsschlagzeuger von PEARL JAM), E-Gitarre: CHRISTOPHER THORN (von der Band BLIND MELON) und als Bassist: BRAD SMITH ( auch von der Band BLIND MELON), sowie für alle anderen Akustik-Saiten Instrumente: FRANK ORTEGEL. Der Gesang kommt von mir.”

Werdet ihr als Band auch auf Tour gehen?

„Ursprünglich hatten wir geplant nur in den USA gemeinsam mit meinen Bandmitgliedern auf Tour zu gehen. Da aber 3 von ihnen noch bis vor kurzem in andere Band-Projekte eingebunden waren, wollten wir erst mal abwarten, ab wann denn alle die Zeit für eine Tour haben.

Mittlerweile sind aber alle schneller frei geworden als gedacht und darum laufen gerade die Vorbereitungen, dass alle 4 Bandmitglieder aus den USA rüber nach Deutschland kommen und wir hier dann gemeinsam auf Tour gehen werden. Bis dahin, werde ich gemeinsam mit meinem Daddy JOE auf mehreren Open-Air Konzerten zu finden sein.
Genaue Termine geben wir demnächst noch bekannt.”

Woher kanntest du die ganzen Musiklegenden und warum wollten die mit dir gemeinsam ein Album aufnehmen?

„Ohje, (lacht) die Geschichte ist etwas länger.
Also: Bereits 2010 haben JOE und ich versucht unser erstes Album aufzunehmen. Wir haben uns mehrere deutsche Tonstudios angesehen und auch in 2 verschiedenen Studios einige Aufnahmen gemacht. Aber irgendwie ist da nichts gescheites herausgekommen, außerdem steckte ich zu dieser Zeit vollkommen in den Prüfungsvorbereitungen zu meinem Abitur.

Es war alles sehr chaotisch.

Wir hatten überhaupt keinen Plan und darum haben wir die Tonstudios eher verwirrt, als dass man es produktiv hätte nennen können. Als ich dann mein ABI im Früh-Sommer 2010 (Durchschnitt: 2.0) abgeschlossen hatte, kaufte sich JOE zwei „Studio“- Mikrofone für insgesamt 200€ und ein Buch zum Thema „Wie nimmt man Songs professionell auf..“ um mal herauszufinden, ob wir unsere Songs nicht auch selber aufnehmen können.

Dann haben wir zu Hause in unserer Werkstatt mehr als provisorisch so was wie ein „Heim-Aufnahme-Studio“ eingerichtet. Dummerweise zwitscherten die Vögel auch noch bis abends 22:00-23:00 Uhr, so dass wir immer erst um Mitternacht anfangen konnten, probeweise Songs aufzunehmen. Wir hatten ja null Schall-Isolation. Und um 2.00-3.00 Uhr morgens war dann die Ruhe vorbei, weil die Vögel schon wieder zwitscherten. So hatten wir immer nur 2-3 Stunden, in denen wir in Baby-Schritten die ersten Songs aufnahmen.

JOE hatte sich dann immer für ein paar Stunden schlafen gelegt und dann den ganzen Tag bis abends um 22:00Uhr in zäher „Versuch und Irrtum“ Dauerschleife versucht unsere Aufnahmen abzumischen. Nach 6 Wochen war das Demo-Album (Titel: GREEN BOOTS) dann fertig. Wir haben es richtig im Presswerk mit tollen Booklet und schöner Box anfertigen lassen, weil wir so stolz darauf waren.

Auf unseren Konzerten konnten wir sogar knapp 1000 Kopien verkaufen. Außerdem haben wir das Album als MP3 auf eine US-Musiker Plattform (www.reverbnation.com/JoonW) ins Web gestellt. Dort hatten wir innerhalb weniger Monate über 20.000 Fans.

Das hat uns natürlich Mut gemacht und darum haben wir dann rumgesponnen, wie geil die Songs klingen müssten, wenn man die so richtig fett und professionell aufnehmen würde. JOE hat sich dann auch noch Gedanken gemacht, welche Eigenschaften ein Tontechniker haben müsste, damit es auch wirklich gut wird. Immerhin hatte er ja bei seinen Abmisch-Versuchen gemerkt, wie schwer es ist, einen Song toll abzumischen.

Papa JOE kam dann auf die Idee, dass die ideale Person aus einer Tontechniker+Produzenten Kombination bestand. Außerdem war JOE der Meinung, dass der beste Sound nur in einem Studio entstehen würde, dessen Wände aus massivem Holz bestehen.

Im Oktober 2010 saßen wir vor dem TV und JOE zappte wahllos rum, bis er an der Sendung „Pop-Stars“ hängen blieb.

Ich schwöre: WIR GUCKEN DAS NIE!

Die Mädels von „POP-STARS“ waren da gerade in Nashville im TRACKING-ROOM-STUDIO und JOE war von dem Studio fasziniert weil da alle Wände aus Holz bestanden und darum zappte er nicht weiter. Dann sah JOE einen Mitarbeiter vom Tonstudio, der für diesen TV-Beitrag in einer Art Jury saß. JOE sprang auf und rief: DAS IST DER TYP IST DEN WIR SUCHEN! (lacht) Ich hatte überhaupt nicht verstanden, was er meinte.

Der Name (ZACH ALLEN) vom Tonstudio-Mitarbeiter war nur für ein paar Sekunden eingeblendet. Daddy schmiss sein Notebook an und googelte nach ihm und er fand dann auch relativ schnell die email Adresse von ihm. JOE ist schon immer sehr mutig und darum schrieb er ZACH ALLEN eine email, ob er Lust hätte unser nächstes Album zu produzieren. In der email war auch ein Link zu der Seite (www.reverbnation.com/JoonW) drin, auf der man sich das Demo-Album anhören konnte.

Nur 24h später kam dann die Rückantwort mit den Worten: Gerne, wann wollt ihr kommen?

Krass! Damit hatten wir nicht gerechnet. Wir schickten dann eine richtige CD in die USA, die dann ZACH ALLEN in der Musikszene herumreichte um Musiker für die Aufnahmen zu finden.

Zuerst meldete sich DAVE ROE (letzter Bassist von JOHNNY CASH), dann kamen SHAWN FICHTER (Schlagzeuger von PETER FRAMPTON), BUDDY HYATT (Pianist bei TOTO) und andere Weltklasse-Musiker dazu.

Uns wurde immer mulmiger, das war alles eine Nummer größer als wir es uns jemals hätten erträumen können und darum hakte JOE bei ZACH ALLEN nach, warum er denn soviel Interesse daran hatte uns zu produzieren.

ZACH ALLEN nannte unter anderem als Grund, dass ihn meine Person oder meine Stimme an SHANNON HOON von den BLIND MELON erinnerte und dass er ein Mega-Fan dieser Band sei. Wir kannten die BLIND MELON aber nicht, so dass wir nicht wussten was er meinte. Als wir dann auf YOUTUBE deren Musikvideos sahen, waren wir so von ihrer Musik fasziniert, dass wir spontan als Hommage einen Song mit dem Titel „Blind Melon“ schrieben.

Den haben wir dann auch im TRACKING ROOM aufgenommen.

Als dann das Album (Titel: „Made in USA“ im April 2011 weltweit erschien, bekamen auch die Bandmitglieder der BLIND MELON mit, dass wir einen Song für sie geschrieben hatten.

Die waren so begeistert, dass da das erste Mal die Idee aufkam, dass wir das nächste Album zusammen aufnehmen wollen. Leider hatte die Band sich mehr oder weniger getrennt und darum hatten nur 2 Bandmitglieder Zeit mit uns in 2012 ins Studio zu gehen um das aktuelle „Wonderland“ Album aufzunehmen.

DAVE KRUSEN von Pearl Jam hatten wir gar nicht eingeplant. Aber nach dem Tod von SHANNON HOON im Jahr 1995, gründeten BRAD SMITH und CHRISTOPHER THORN zusammen mit DAVE KRUSEN die offizielle Nachfolge-Band (Unified Theory) der BLIND MELON.

Daher kannten die sich und BRAD SMITH schlug dann vor, dass er unser Schlagzeuger sein sollte. Wir brachten dann noch unseren Freund FRANK ORTEGEL in das Projekt mit ein und fertig war die Band. Mittlerweile sind wir beide auch mit der Mama (Nel Hoon) von SHANNON HOON sehr familiär befreundet.

Wir haben dieses Jahr eine Weile bei ihr gewohnt und sie ist einer unserer größten Fans. Ja, das ist eine lange Story. Aber wenn man nicht so weit zurückspult, dann kann man nicht verstehen, wie alles angefangen hat und warum wir mit all den ganzen Musik-Stars im Studio waren.“

Also ist ZACH ALLEN euer Produzent?

„Ja und nein. Genaugenommen ist Papa JOE der Produzent. Er besorgt das Geld und organisiert die Aufnahmen und er legt konkret fest, wie das Album klingen soll. Aber auf Grund der verschiedenen Sprachen und Kulturen, übersetzt ZACH ALLEN die Ideen von JOE an die US-Musiker. Eigentlich sind beide zusammen ein Produzenten-Team. Wobei wir und vor allem JOE bei allen Entscheidungen immer das letzte Wort haben.“

Der Lied-Text vom „Cash & Dylan“ Song stammt von Bob Dylan und Johnny Cash. Wie kam es dazu?

„Beide Musiker haben sich gegenseitig verehrt. Dylan schrieb ja sogar den WANTED MEN Song für Johnny Cash. Da ich alle beide sehr schätze, hatte ich viele Interviews von ihnen gelesen. Und da bekam ich dann den Eindruck, dass sie gerne zusammen eine Tour gemacht hätten.

Darum habe einfach alle Aussagen die Cash über Dylan machte und die die Dylan über Cash machte, zu einem Liedtext zusammen gefasst. Im Chorus und in der Bridge kommt dann meine Liebeserklärung an die beiden dazu.

Es ist nicht nur eine simple Hommage an beide.

Ich wollte das beide in meinem Lied virtuell gemeinsam auf der Bühne stehen. Aber in umgedrehter Rolle. Darum haben wir die für Dylan typischen Rhythmen und Akkorde verwendet, wenn es gerade um ihn geht (Zitate von Cash über Dylan) und umgekehrt haben wir die für Cash typischen Akkorde und Rhythmen verwendet, wenn es um ihn geht (Zitate von Dylan über Cash).

Deswegen ist dieser Song unser spannendster und auch für das gesamte Album völlig aus der Rolle fallender Song. Dieses Lied startet mit einem für Cash üblichen Country-Rhythmus und wechselt dann komplett in die für Dylan übliche Spielart. So als würden beide zusammen auf der Bühne stehen. Selbst bei der Auswahl der Akustik-Gitarren, der Verstärker und beim abmischen haben wir darauf geachtet, dass alles so klingt, als wären die beiden bei uns im Studio.“

Worum geht es beim „Darkness“ Song?

„Es ging mir darum, mal die Sichtweise eines Soldaten anzunehmen. Ich habe in der Vorbereitung dazu, auch mit mehreren US Soldaten gesprochen und keiner von ihnen, hatte sich zum Armee-Dienst gemeldet, weil er Spaß am töten hat. Im Gegenteil, jeder von ihnen war davon überzeugt, dass wenn er als Soldat nach Afghanistan entsendet wird, dass er dort den Menschen helfen kann. Und wenn er dann in Afghanistan mit ansehen musste, wie seine Kameraden durch Selbstmordattentäter getötet wurden, dann kamen ihnen die ersten Zweifel, was denn der wahre Grund ihrer Mission sei. Darum frage ich im Chorus sinngemäß und stellvertretend für alle Soldaten dieser Welt: Ich halte die Dunkelheit von dir fern, aber würdest du das auch für mich machen..? Die Frage richtet sich vor allem an die Regierungen, die ihre Soldaten unter falschen Vorwänden in den Krieg schicken.”

Seit wann machst du Musik?

„Ich hatte mit 6 Jahren meinen ersten Klavierunterricht an der städtischen Musikschule in Erfurt. Nach 4 Jahren Unterricht war mir Klavier spielen zu langweilig geworden. Darum habe ich dann im Alter von 10 Jahren zum Schlagzeug-Unterricht gewechselt. Und mit 12 Jahren begann ich auch noch zusätzlich Gesangsunterricht zu nehmen. Mit 14 Jahren hatte ich dann einen Snowboard Unfall, bei dem ich mir eine Sehne am Fuß so sehr verletzte, dass mir mein Arzt das Schlagzeug spielen für immer verbot. So blieb nur noch der Gesangsunterricht, den ich dann 6 Jahre lang bis zu meinem 18ten Lebensjahr weiterhin genommen habe. Gitarre spielen habe ich mir, als ich 15 Jahre alt war, selber bei gebracht. Papa JOE spielte zu dieser Zeit bereits Gitarre und er hat mir dann die ersten Griffe gezeigt.“

Wann habt ihr euren ersten Song geschrieben?

„Ich mit 15 ! Die ersten 4-5 Songs habe ich komplett alleine geschrieben. Papa JOE arbeitete zu dieser Zeit in ganz Europa als Filmfotograf für nationale und internationale Filmproduktionsfirmen. Darum war er selten zu Hause und er hatte überhaupt keine Zeit, gemeinsam mit mir Songs zu schreiben. Das kam dann erst später als wir zusammen auf Tour waren. Er hatte extra seinen gut bezahlten Job gekündigt um mit mir gemeinsam Musik machen zu können.“

Wie sieht das aus, wenn ihr zusammen eure Songs schreibt? Wer macht da was?

„Ich schreibe generell die Songtexte und die Gesangsmelodien. JOE schreibt die Akkorde. Man kann das aber nicht immer exakt trennen, weil ein Song nie am Stück entsteht. Denn manchmal kommt JOE mit Texten (auf deutsch) an und dann nehme ich die als Grund-Idee. Oder wir beide unterhalten uns über Themen, die uns gerade bewegen und dann mache ich da den Text draus. Oder ich habe ein, zwei Akkorde und JOE komponiert den Rest dazu. Das ist ein ständiges hin-und-her. Aber grundsätzlich ist JOE für Rhythmus, Akkorde und das fertigstellen der Songs zuständig und ich für die Texte und Gesangsmelodie. Er hat ein unglaubliches Gefühl dafür, ob ein Song gut oder schlecht ist. Er hört selbst feinste Unstimmigkeiten heraus. Und darum feilt er oft auch an meinen Gesangsmelodien solange herum, bis die richtig gut sind. Manchmal sind das echt nur Kleinigkeiten, wo ich im ersten Moment gar nicht verstehe, was ihm da gerade nicht gefällt. Aber, wenn ich es dann verbessert habe, dann merke ich auch, dass es gut war, dass JOE so kritisch ist. Das lustige ist nur, er kann nicht besonders gut singen. Und wenn er mir dann was vorsingt, was ich verbessern soll, dann muss ich da oft raten, was er meint. (lacht) Nur bei den Texten lässt er mir völlig freie Hand.“

Welchen Teil des Songs schreibt ihr zuerst?

„Das ist sehr unterschiedlich. Meistens kommt JOE mit einer kurzen Melodie zu mir, die nur aus wenigen Akkorden besteht. Die spielt er mir dann auf seiner Gitarre vor und ich singe auf Englisch irgendwelche Pseudo-Wörter, Phrasen oder richtige Wörter aber alles ohne Sinn und Zusammenhang. Am Anfang geht es immer erst mal nur darum, herauszufinden, ob man aus diesen kurzen Stücken etwas machen kann. Wenn Papa JOE das Gefühl hat, dass meine Fantasie-Texte zusammen mit seinen Akkorden gut klingen, dann entscheiden wir uns, ob wir diese Bruchstücke als Basis für den Chorus oder für die Strophe nehmen. Wenn es da eine Einigung auf Strophe oder Chorus gibt, dann fängt JOE an, die noch fehlenden Akkorde zu schreiben um dann fließend in den Chorus rein, oder da wieder raus zukommen, je nach dem , ob wir uns auf „ das nehmen wir für den Chorus oder die Strophe“ geeinigt haben. Dann spielt er mir die neuen Teile vor und ich singe wieder nur in sinnlosem Englisch dazu. Und wenn wir dann fließend vom Song-Beginn bis Ende durchspielen und ich dazu singen kann, dann schreibe ich die richtigen Texte zum Song. Dann gehen wir wieder durch alle Teil des Songs durch und wir verbessern dann nochmals alles Stellen die noch nicht richtig rund laufen.“

Du warst jetzt schon sehr oft in den USA. Wo gefällt es dir besser? In Deutschland oder in Amerika?

„Ich mag beide Länder sehr. Es gibt dort 50% was mir nicht gefällt und 50% was mir sehr gut gefällt. Das gleiche gilt für Deutschland. Wahrscheinlich hat jedes Land dieser Welt immer seine Vor-und Nachteile.“

Welche Musiker magst du besonders?

„Bob Dylan (wegen seiner tollen Texte), Rolling Stones (wegen ihrer luftigen und zugleich rotzigen Lieder) und Lady Gaga (weil sie musikalisch unterschätzt wird) .“

Was ist dein absoluter Lieblings-Song?

„Rein aus privater Sicht: CHANGE von SHANNON HOON (Blind Melon) und aus Sicht eines Komponisten: BOHEMIAN RHAPSODY von QUEEN
und aus Sicht eines Song-/Textschreibers: LIKE A ROLLING STONE von BOB DYLAN.“

Vielen Dank!

Folgende Musiker finden sich auf dem neuen Album von Joon Wolfsberg wieder:
Drums: DAVE KRUSEN (first drummer of PEARL JAM)
Bass: BRAD SMITH (founding member BLIND MELON)
1st and 2nd Electric Guitars: CHRISTOPHER THORN (founding member BLIND MELON)
3rd Electric Guitar, Acoustic Guitar, Mandoline: FRANK ORTEGEL
Vocals: JOON WOLFSBERG

http://www.joonw.com

Cow Universe Music