Textor gibt Album-Releaseparty in Berlin

(MMB-intern) – Textor, bekannt als ein Teil der Kinderzimmer Productions, war schon immer mehr als das, vor allem musikalisch hat er stets weiter gedacht. Das beweist er jetzt auf „Schwarz Gold Blau“, einer ungewöhnlichen Platte von ungewöhnlichen Musikern über einen ungewöhnlichen Protagonisten.
Am 23. November feiert Textor das Erscheinen seines Albums mit einer Releaseparty mit Live-Konzert im HBC in Berlin.

„..Diesmal wollte ich mir ruhig anschauen was mir beigebracht wurde, also auch sehen was ist und nicht nur das, was sein sollte. Wollte mich dem Eckigen, Kühlen, Verkopften, Sechnsuchtsvollen und Wehmütigen trotz allem nähern, anerkennen was ich mir nicht aussuchen konnte und respektieren, wofür ich mich entschieden hatte. Ich wollte sortieren was bleiben darf und was gehen muss.“ Textor

Er erzählt, nein, singt und rappt auf „Schwarz Gold Blau“ um nichts weniger als ein Leben, eine Reise und ein Land zu erschaffen.
Genauer gesagt Westdeutschland, mit dem Gefühl, dass Helmut Kohl einem auf der Brust sitzt und Dieter Thomas Heck dieses bizarre Erlebnis moderiert, mit Trio und Kraftwerk im Ohr, die Kompositionen von Werner Heymann und Mischa Spoliansky spielen, während man in seinem Poesiealbum die Einträge von Marlene Dietrich und Hildegard Knef anstaunt.
Alles, was einem lieb oder verhasst oder beides ist, erkennt man im korrekten Moment wieder: In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine, Was hat Dich bloß so ruiniert, Helter Skelter, Kreuzberger Nächte, Der wilde wilde Westen der gleich hinter Hamburg anfängt, und zwar genau im Wagen vor mir. Rata rata ratatatata.

„..Es ist wohl kein Zufall, dass der erste Song an dem ich gearbeitet habe „Fahr mich nach Hause“ war, denn die erste große Frage ist: Wo und wie ist zu Hause?“ Textor

Die elf Stücke von „Schwarz Gold Blau“ sind irgendwo zwischen dem deutschen Lied und dem amerikanischen Song angesiedelt. Das erklärt auch die Instrumentierung – ein tiefer gelegtes Tanzorchester: Zwei Geigen, ein Cello, ein Kontrabass, ein Klavier, eine Gitarre. Kein Schlagzeug, der rhythmische Zug wird hier durch die alte schlagzeuglose Rhythmus-Section aus den 40ern mühelos erreicht. Hier und da ein elektrischer Bass, ein Rhodes ersetzt das Piano und elektronische Sampeleien ergänzen den Klang.

„..da gibt es ein kurzes Zeitfenster in den 20ern und 30ern, urbane Musik auf Deutsch von hauptsächlich jüdischen Künstlern, in der eine Nähe zwischen klassischer Musik und Pop der Zeit sichtbar wird, die es so nicht mehr gibt.“ Textor

Ein ungeheures Talent für Sprache und die Gabe, durch Geschichten eine Welt entstehen zu lassen sind das, was Textor aus seiner Zeit als Rapper mitbringt. Und so macht er das sichtbar, was wir eigentlich alle hinter den Klischees entdecken könnten, wenn wir nur einmal hinsehen würden.

„..so akustisch, so trocken, so unsentimental wie möglich, genau wie die Geschichte, die das Album erzählen soll.“ Textor

Jemand singt „Ich“ für Dich, nennt einen Namen und es fühlt sich wahr und gut und schön an.

Textor live
23.11.2012 Berlin HBC – Album-Releaseparty

https://www.facebook.com/textortrikont?ref=ts&fref=ts

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